Schmiede


Früh morgens schon es war Vater und Sohn
Hört ich den Ton. Es schnaubten die Pferde
Vor der alten Schmiede, ping, päng, pum, pum
Der Ambos, der Hammer, von Vater und Sohn
Vertraut war mir der Ton, Rauch und Geruch
Das Wiehern der Pferde so zwischendurch
Seit Jahren man kann sagen, wurden Pferde beschlagen
So war es Brauch und Sitte, seit meinen jungen Jahren
Ping, päng, pum, pum. Der Ambos-Ton von Vater und Sohn
Auch des Pfluges-Scharen in der alten Schmiede
Entstanden durch Manneskraft in Form durch Hieb und Trieb
Doch einmal ich hörte schon den Hammerschlag
Kahm nur von Sohn - ping, päng, pum, pum
Es wechselt die Zeit, nichts dauert auf Ewigkeit
Vorbei die Zeit, der Pferte stampfen und Wieherei
Verstummt der Hammerschlag und Amboston - auch vom Sohn
Die alte Schmiede, es tut mir weh, ich seh' sie nimmer mehr
Vorbei mit Ambos-Hammer-Ton
Ach wie schnell geht doch die Zeit davon.

Adolf Rölli